Tushaar Bhatt, der Geschäftsführer des Start-up Convaise mit Roman Altmann, stv. Geschäftsführer der Wirth Gebäudereinigung

Künstliche Intelligenz als best practice bei Wirth Gebäudereinigung

Die Richard Wirth Gebäudereinigung GmbH & Co. KG als eines der Gründungsunternehmen des Industriekreises und das KI-Unternehmen Convaise haben gemeinsam das KI-Projekt „Richie“ gestartet. Der digitale Assistent soll Mitarbeitende im Arbeitsalltag dabei unterstützen, schnell und unkompliziert auf verständliche Informationen zuzugreifen: Direkt vor Ort, in einer der 48 Sprachen und ohne technische Hürden.

Der KI-Assistent ist über einen QR-Code oder Link erreichbar. Mitarbeitende können Fragen in ihrer eigenen Sprache stellen und erhalten Antworten auf Basis der von Wirth bereitgestellten Unternehmensinformationen. Im ersten Schritt unterstützt „Richie“ insbesondere bei allgemeinen Fragen zu Reinigungslösungen, Arbeitsabläufen, Schulungsinhalten und internen Informationen wie etwa grundlegenden Abläufen rund um Lohnabrechnung oder Zeiterfassung.

„Uns war wichtig, eine Lösung zu entwickeln, die wirklich zu unserem Unternehmen passt: einfach erreichbar, verständlich und nah an den Menschen, die täglich bei unseren Kunden im Einsatz sind“, sagt Roman Altmann, stv. Geschäftsführer bei Richard Wirth Gebäudereinigung: „Der Name ‚Richie‘ verweist auf Richard Wirth, den Gründer des Unternehmens. Damit knüpft der Assistent bewusst an die Geschichte und Kultur des Familienunternehmens an. Der menschliche Charakter des Projekts steht im Vordergrund.“

Den Anstoß zu Überlegungen, Künstliche Intelligenz unterstützend einzusetzen, gab die Mittelstand Anwenderkonferenz im Oktober 2025. Es wurde durch das KI Lab Heidelberg ausgerichtet und u.a. wurden Mitgliedsunternehmen des Industriekreis eingeladen. Letztendlich entstand die Zusammenarbeit durch ein Matchmaking des KI LAB Heidelberg bei der Anwenderkonferenz Mittelstand trifft KI-Startups 2025. Dort kamen Wirth und Convaise gezielt ins Gespräch. Aus dem Austausch entwickelte sich ein praxisnahes KI-Projekt, das zeigt, wie Künstliche Intelligenz im Mittelstand konkret eingesetzt werden kann: mit einem klaren Anwendungsfall, kurzen Wegen und einem Fokus auf den operativen Nutzen.

„Die Zusammenarbeit mit Wirth zeigt sehr gut, worauf es bei KI-Projekten im Mittelstand ankommt: ein klares Problem, eine einfache Nutzung und eine Lösung, die bestehendes Wissen zuverlässig zugänglich macht“, sagt Tushaar Bhatt, Geschäftsführer von Convaise. "Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Künstliche Intelligenz in mittelständischen, operativen und regulierten Umgebungen sinnvoll eingesetzt werden kann: ohne komplexe IT-Hürden, mit mehrsprachigem Zugang und auf Basis verlässlicher Unternehmensinformationen."